kein Viertel für Ausgrenzung http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de Ein weiteres tolles WordPress Blog Thu, 21 Feb 2019 13:56:51 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Absage der Kundgebung und Stellungnhame zu den Geschehnissen im Vorfeld http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/21/absage-der-kundgebung-und-stellungnhame-zu-den-geschenissen-im-vorfeld/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/21/absage-der-kundgebung-und-stellungnhame-zu-den-geschenissen-im-vorfeld/#comments Thu, 21 Feb 2019 13:48:29 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/21/absage-der-kundgebung-und-stellungnhame-zu-den-geschenissen-im-vorfeld/ Absage

Wir haben uns entschieden, die Kundgebung morgen gegen die Veranstaltung der AfD Abzusagen und haben dafür eine Stellungnahme zu den jüngsten Geschehnissen geschrieben:

Stellungnahme zur Situation um die Kundgebung und den Brand des Imbisswagen des Mephisto-Restaurant

Heute morgen erreichte uns die Nachricht, dass in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch der Imbisswagen des Mephistos Restaurants abgebrannt(1) ist. Verständlicherweise ist der Sachschaden für den Besitzer Dirk König höchst bedauerlich. Brandstiftung ist für uns kein Mittel der politischen Auseinandersetzung mit der AfD – wir setzen deren Parolen lieber eine positive Idee von Gesellschaft entgegen und bieten stumpfer Ausgrenzung mit Solidarität die Stirn. Wir möchten aber auch betonen, dass wir uns an keinerlei Spekulationen über die Geschehnisse beteiligen werden. Es hat sich gerade in letzter Zeit gezeigt, dass vorschnelle Schuldzuweisungen sich im Nachhinein als nicht haltbar erwiesen. Hier sei vor allem an die medialen Reaktionen bezüglich des Angriffs auf den Bremer Frank Magnitz verwiesen, die sich im Nachhinein als konstruiert darstellten.

Als Reaktion auf den abgebrannten Imbisswagen sagte der Wirt die Veranstaltung der AfD zum sozialen Wohnungsbau heute ab. Dies bestätigte auch die AfD-Dresden Fraktion selbst am Nachmittag und veröffentlichte eine Stellungnahme (2). In dieser werden auch wir als Initiative explizit genannt. Auf einzelne Punkte möchten wir kurz eingehen:

Auch wenn die AfD uns gerne in die „radikale“ Ecke stellen will, so sind wir doch als Initiative „Kein Viertel für Ausgrenzung“ eine zivilgesellschaftliche Gruppierung, die von BewohnerInnen des Stadtteil gegründet wurde. Ob unserer Aufruf zur Kundgebung eine Hetzschrift ist, darüber kann sich jede_r gerne selber ein Bild machen. Für uns ist es definitiv keine Hetze zu analysieren, dass die AfD eine unsoziale Partei ist, deren Politik zur Zeit auf neoliberalen Grundannahmen beruht. Abgesehen davon, argumentiert ein Großteils unseres Textes mit Aussagen, die zum Beispiel der Dresdner Bundestagsabgeordnete Jens Maier verlauten lassen hat.

Es passt aber in das Demokratie- und Debattenverständnis der AfD, alles und jede_n der sie kritisiert, diskreditieren zu wollen. Dass die Partei dabei kaum auf Argumente setzt, hat sich schon bei den Ereignissen rund um das Sommerfest des Mephisto gezeigt (3). Damals schrieb der Bundestagsabgeordnete Jens Maier einen Artikel (4) zu unserem offenen Brief, der sowohl von inhaltlichen Fehlern und falschen Behauptungen strotze, als auch davon ausging, dass wir zu einem Boykott des Festes aufgerufen hätten. Diese Behauptung wurde auch heute noch einmal erneuert. Auf unsere Richtigstellung und Einordnung der AfD hatte Maier dann leider keine Argumente mehr, so dass ihm nichts anderes übrig blieb, als eine Anzeige gegen unsere facebookseite zu stellen, die daraufhin gesperrt wurde. Für uns hat dieses Vorgehen ein weiteres Mal gezeigt, dass die AfD eine heuchlerische Partei ist: Sie fordert für sich selbst demokratische Rechte ein, steht diese unliebsamen AkteurInnen aber nicht zu und scheut darüber hinaus die offene Diskussion.

Wenn uns die AfD jetzt unsere Zusammenarbeit mit antifaschistischen Gruppen vorwirft, bleibt uns nur zu sagen: „Ja das machen wir“. Auch wenn wir nicht immer mit allem einverstanden sind, so sind es doch Antifa-Gruppen, die sich seit Jahrzehnten gegen Rassismus, Antisemitismus und autoritäre Strömungen engagieren. Es waren antifaschistische AkteurInnen, die gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Initiativen Europas größten Neonaziaufmarsch am 13.02.2010 verhinderten. Gerade in Dresden sind es antifaschistische Gruppierungen, die das Gedenken an das Grauen des Nationalsozialismus und die Todesopfer rechter Gewalt nach der Wende aufrecht erhalten. Eben diese sind es auch, die über ihre inhaltliche Auseinadersetzung mit rechten Strukturen dafür sorgen, dass FaschistInnen nicht im Geheimen agieren können und dass deren Tätigkeiten immer wieder öffentlich thematisiert werden. Gerade in einer Stadt wie Dresden finden wir, dass ihr Engagement viel zu wenig gewürdigt wird. Aus diesem Grund freuen wir uns auch, dass es mit der „Antifaschistischen Initiative Löbtau“ auch eine solche Akteurin in unserem Stadtteil gibt. Bisher haben wir sehr gute Erfahrungen in der gemeinsamen Arbeit gemacht, wie zum Beispiel bei den verschiedenen Stadtteilrundgängen zum 27. Januar und 9. November oder auch im Vorfeld der Organisation der Kundgebung für Donnerstag. Einen großen Dank an dieser Stelle.

Das in der Stellungnahme der AfD der Brand des Imbisswagens mit der Verfolgung von Juden und Jüdinnen im Nationalsozialismus verglichen wird, sollte nicht nur eine Randnotiz sein. Sie zeigt das Geschichtsverständniss der Partei, welches von Relativierung der nationalsozialistischen Gräueltaten geprägt ist. Wer bedauerlichen Sachschaden mit der systematischen Vernichtung von Millionen Menschen gleichsetzt, hat im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst. Wer solche Positionen vertritt, mit dem ist kein Diskurs auf Augenhöhe zu führen.

Auch wir haben uns dazu entschieden, unsere Kundgebung morgen abzusagen. Das heißt aber nicht, dass wir nicht weiterhin im Stadtteil aktiv sein werden. Auch weiterhin werden wir dort vor Ort sein, wo die AfD ihre meschenfeindlichen Positionen vortragen will. Darüber hinaus werden wir auch in Zukunft an einer Gesellschaft arbeiten, die auf den Grundwerten Solidarität, Mitmenschlichkeit und Gleichberechtigung aufbaut.

Darum sagen wir es laut und deutlich:

Wir Sind Unteilbar

(1) https://www.tag24.de/nachrichten/vor-afd-veranstaltung-brand-am-mephisto-980138
(2) https://www.facebook.com/afddresden/photos/a.255884325061005/321049805211123/?type=3&theater
(3) http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/08/29/offener-appell-an-die-nachbarinneschaft-sponsoren-und-unterstuetzerinnen-des-950-jahre-loebtau-sommerfest/
(4) https://www.facebook.com/alternativeimbundestag/photos/a.1765691533693938/2095986583997763/?type=3&theater

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http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/21/absage-der-kundgebung-und-stellungnhame-zu-den-geschenissen-im-vorfeld/feed/
Kundgebung gegen die Veranstaltung der AfD-Dresden im Mephisto am Donnerstag den 21.02.2019 http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/19/kundgebung-gegen-die-veranstaltung-der-afd-dresden-im-mephisto-am-donnerstag-den-21-02-2019/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/19/kundgebung-gegen-die-veranstaltung-der-afd-dresden-im-mephisto-am-donnerstag-den-21-02-2019/#comments Tue, 19 Feb 2019 11:52:08 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/19/kundgebung-gegen-die-veranstaltung-der-afd-dresden-im-mephisto-am-donnerstag-den-21-02-2019/ Kommunalpolitik braucht keine AfD - für eine solidarische Gesellschaft ohne Ausgrenzung" ]]> Flyer 21.02.2019

KUNDGEBUNG

21.02.2019 gegen die Veranstaltung der AfD-Dresden im Mephisto zum Thema:
„kommunaler Wohnungsbau braucht keine Woba“
Start 17:30, Poststraße 1, 01159 Dresden Löbtau

Bitte verbreitet den unten folgenden Aufruf über euere Kanäle!

Wir hoffen euch zahlreich zu sehen!

Kontakt:
keinkiezfuerausgrenzungloebtau@systemli.org
FB: Kein Viertel für Ausgrenzung
http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/

Aufruf Kein viertel für Ausgrenzung

Am Donnerstag, den 21.02.2019 möchte der AfD-Kreisverband Dresden eine Veranstaltung in der Löbtauer Kneipe „Mephisto“ abhalten. Dies ist nicht die erste Veranstaltung dieser Art in der Kneipe. Nachdem sich die AfD Dresden mit einen Infostand und rund 2000 Euro an dem vermeintlichen „950 Jahre Löbtau“ – Sommerfest der Kneipe beteiligte, konnte sie – getreu dem Motto: eine Hand wäscht die andere – kurz darauf eine Veranstaltung mit einem der Vordenker der „extremen Rechten“ Felix Menzel abhalten *1. Die Kampagne „Kein Viertel für Ausgrenzung“ *2 klärte damals die SponsorInnen über die Beteiligung der AfD auf, machte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Infolge eines offenes Briefes*3 der BewohnerInnen des Stadtteils zogen einige SponsorInnen ihre Unterstützung zurück.
Dass nun erneut eine AfD Veranstaltung im Mephisto stattfindet, ist also keine große Überraschung. Schon im Zuge der Kampagne wurde gewarnt, das sich mit der Kneipe eine neue Location für Veranstaltungen der AfD etablieren könne.

Thematisch steht der Vortrag unter dem Motto:“ Kommunaler Wohnungsbau braucht keine neue Woba“. Referieren soll dazu der Vorsitzende des „Haus&Grund Dresden e.V.“ Christian Rietschel. Bereits im November 2018 wurde Rietschel als Sachverständiger für die AfD in den Dresdner Stadtrat eingeladen *4. Anlass war die aktuelle Stunde der Partei „Die Linke“ zum Thema „Damit Wohnen bezahlbar bleibt: Sozialen Wohnungsbau fortsetzen.“ Die Fraktion der AfD und Rietschel als Sachverständiger für diese, sprachen sich als Einzige gegen die Gründung der neuen Städtischen Wohnungsgenossenschaft „Wohnen in Dresden“ aus. Dies ist nicht besonders verwunderlich, da der „Haus & Grund Dresden e.V.“ der Interessenverband der Haus-, Wohnungs- und GrundeigentümerInnen ist. Als Vorsitzender des Lobbyverbandes ist Rietschel natürlich daran interessiert, die Rendite für Hauseigentümer möglichst hoch zu halten. Eine städtische Wohnungsgenossenschaft wäre da nur ungelegene Konkurrenz. Seine Aternative dazu: eine Erhöhung des Wohngeldes, die letztendlich in die Kassen seiner InteressenvertreterInnen fließen würden. Dies würde nicht mal im Ansatz die Probleme mit steigenden Mieten und Wohnungsknappheit lösen.

Die AfD zeigt damit einmal mehr, wofür sie steht. Zwar gibt die Partei sich gerne als Fürsprecher der „kleinen Leute“, die reale Politik die sie betreibt, hat damit aber nichts zu tun. Hier ist klar sichtbar, dass die AfD neoliberale Wirtschaftspolitik betreibt. Der soziale Schein ist nur Fassade. Wenn es nach der AfD gehen würde, wären schon lange grundlegendste, soziale Sicherungssysteme abgeschafft. Kulturelle, karitative und sozialarbeiterische Projekte eingestampft und ein Arbeitszwang eingeführt. Nur in Verbindung mit einer angeblichen Ausnutzung der staatlicher Gelder durch Immigranten, kommt der AfD mal das Wort „Sozialstaat“ über die Lippen. Geschwiegen haben sie bisher zum Um- bzw. Abbau des Sozialstaates. Das immer weitere Auseinanderdriften von Arm und Reich nimmt die Partei nicht mal wahr. Würde es nach ihr gehen, würde eine Umverteilung weiterhin nur von unten nach oben geschehen und nicht andersherum.

Auch in wohnungspolitischen Fragen hat die AfD nicht mehr als stumpfen Rassismus zu bieten. So wusste der Dresdner Bundestagsabgeordnete Jens Maier bei einer Debatte zum Thema „Mietpreisbremse“ nichts weiter zu sagen, als den Linken „Mietpreis-Sozialismus“ vorzuwerfen. Auf die Frage nach konkreten Lösungen, musste mal wieder die Immigrationspolitik herhalten. Geflüchtete sollten doch bitte abgeschoben werden, dann würde sich das Mietproblem schon lösen. Dass nicht Geflüchtete das Problem an hohen Mieten und Verdrängung sind, sondern die Spekulation mit Immobilien, Aufwertung von Städten und Neubauten im fast ausschließlich im höherklassigen Preissegment, kam Maier zu keinen Zeitpunkt in den Sinn. Wie sollte es auch, sind doch die großen Baufirmen wie „Hentschke Bau“*5 gute Sponsoren und nicht die alleinerziehende Mutter mit Harz 4.

Wir haben eine andere Vision der Stadt. Wir wollen eine Stadt, in der jede und jeder leben und sich verwirklichen kann. Stadtteile, die durch ihre soziale Mischung lebendig sind und keine abgeschotteten Gebiete für Besserverdiener. Keine an die Stadtränder gedrängten Geringverdiener. Stadtteile, in denen Jung und Alt, Familien und Kinderlose, StudentInnen und ArbeiterInnen, Geflüchtete und Deutsche, WohngeldempfängerInnen und VollverdienerInnen zusammen leben und sich solidarisch unterstützen. Gemeinsam eine Stadtteil aufbauen können und Treffpunkte haben, an denen sie ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ängste teilen können und kein Problem haben, die Miete zu bezahlen.

Aus diesem Grund werden wir der Veranstaltung im Mephisto eine Absage erteilen und mit einer Kundgebung davor unseren Unmut über die Heuchelei der AfD zum Ausdruck bringen!

Kein Viertel für Ausgrenzung

*1https://twitter.com/naziwatchdd/statu/1028948027975843841

*2 https://www.facebook.com/pages/category/Politician/Kein-Viertel-f%C3%BCr-Ausgrenzung-L%C3%B6btau-758090764544612/

*3 http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/offener-appell-an-die-nachbarinneschaft-sponsoren-und-unterstuetzerinnen-des-950-jahre-loebtau-sommerfest/

*4 https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/die-gier-der-oeffentlichen-hand-scheint-immer-groesser-zu-werden-aktuelles-aus-dem-dresdner-stadtrat-a2724605.html

*5 http://www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Diese-saechsischen-Unternehmen-waren-2017-Grossspender-der-AfD

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http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/19/kundgebung-gegen-die-veranstaltung-der-afd-dresden-im-mephisto-am-donnerstag-den-21-02-2019/feed/
Vielfältiges Gedenken an die opfer der Reichspogromnacht in Löbtau http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/12/vielfaeltiges-gedenken-an-die-opfer-der-reichspogromnacht-in-loebtau/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/12/vielfaeltiges-gedenken-an-die-opfer-der-reichspogromnacht-in-loebtau/#comments Mon, 12 Nov 2018 12:43:18 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/12/vielfaeltiges-gedenken-an-die-opfer-der-reichspogromnacht-in-loebtau/ Am Freitag, den 9. November, gab es mehrere Veranstaltungen in #Dresden #Löbtau in Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht.
Bereits am Vorabend hatte das Künstlerkollektiv „Radical Performance Collective“ vor dem Thor Steinar Laden auf der Kesselsdorferstraße einen Berg aus Glasscherben vor den Laden gelegt und diesen mit Kerzen drapiert . „Laut Presse wollten die Akteure den Mitarbeitern und Kunden vor Augen halten, dass sich schuldig macht, wer 80 Jahre nach der Reichspogromnacht rechtsextremen Gedankengut ahängt und verbreitet.“
http://www.dnn.de/…/Scherben-vor-Thor-Steinar-Laden-Kuenstl…
Das Outlet auf der Kesselsdorferstr. 21 verkauft ausschließlich Kleidung der neonazistischen Marke Thor Steinar. Bereits am 27.01.2018 hatte das Kollektiv den Laden zu einer temporären Gedenkstätte umfunktioniert und dabei an die Opfer des Konzentrationslagers Auschwitz gedacht. Im damaligen Artikel der DNN wurde auch auf die Verstrickungen des Ladens mit der Freien Kameradschaft Dresden hingewiesen.
https://m.sz-online.de/…/gruppe-plakatiert-loebtauer-laden-…

Am späten Nachmittag des diesjährigen 9. Novembers veranstalteten wir zusammen mit der „Antifaschistischen Initiative Löbtau“ einen Stadtrundgang. Los ging es mit fast 40 Menschen um 17:30 an der Brache Poststraße/ Ecke Kesselsdorfer Straße eben jene Brache, auf der das Mephisto zusammen mit der AfD sein „950 Jahre Löbtau“ Fest veranstaltet hatte. Dort wurde ein Gedenkschild für den 1938 nach Buchenwald deportierten Juden Kurt Steinhart aufgestellt. Er war, zusammen mit seinem Bruder Werner, Besitzer des Kaufhauses auf der Kesselsdorferstraße 17, welches die Familie Steinhart 1938 zwangsverkaufen musste. Nachdem Kurt Steinhart 1939 das KZ mit Auflagen verlassen durfte, flüchtete er nach Frankreich, wo er sich der Résistance anschloss, bevor er 1942 verhaftet wurde. Im Juni des gleichen Jahre wurde er in Auschwitz ermordet.
Mehr zur Biografie der Familie Steinhart könnt hier nachlesen
https://stsg.de/cms/biographie/kurt-steinhart
oder anschauen
https://www.youtube.com/watch?v=2Zhk5GVpqz0

Gemeinsam ging es weiter zur Chausseehausstraße 8, wo an den Kriegsdienstverweigerer und Zeugen Jehovas Heinz Max Wenke erinnert wurde. Wenke fand am 11.10.1943 durch das Fallbeil im Zuchthaus „Roter Ochse“ in Halle den Tod.
An der Bodelschwinghstraße liegen die Stolpersteine von Ruth Kirschbaum und ihrer Mutter Bertha. Beide wurden im Rahmen des Euthanasieprogrammes der Nazis in der Tötungsanstalt Großschweidnitz ermordet.
Unsere letzte Station war die Stollestraße 41. Dort lebte Athur Weineck. Er war organisierterer Kommunist und wurde im März 1933 erstmals verhaftet. Nach seiner Entlassung organisierte er zusammen mit Kurt Schlosser den Widerstand gegen das NS-Regime. Mit diesem wurde er 1943 verhaftet und knapp ein Jahr später mit dem Fallbeil in Dresden hingerichtet. An diesem Stolperstein hatte bereits die SPD Dresden-West Kerzen und Blumen niedergelegt.
Auch in der Dresdner Neustadt gab es einen Rundgang mit 60 Teilnehmer*innen.

Es freut uns, dass so viele Menschen die Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit aufrecht halten. Gerade in Zeiten, in denen die AfD eine „geschichtspoltische Wende um 180 Grad“ fordert, ist es umso wichtiger, die Taten der Nazis nicht zu vergessen. Ihre Opfer sollten uns täglich mahnen, weiterhin aktiv zu bleiben – auch hier in Löbtau!

Vielen Dank an die „Antifaschistische Initiative Löbtau“ für die gute Zusammenarbeit.
Vielen Dank an Willkommen in Löbtau e.V., das ihr zum 950 Jahre Sommerfest den Link über Kurt steinhart geteilt habt.

gez. KeinViertelFürAusgrenzung

Gedenken 1
Gedenken 2

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Jeder Mensch braucht ein Zuhause http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/jeder-mensch-braucht-ein-zuhause/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/jeder-mensch-braucht-ein-zuhause/#comments Tue, 06 Nov 2018 10:09:12 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/jeder-mensch-braucht-ein-zuhause/ Jede*r braucht ein Zuhause
Aktionswochenende vom 9. bis 11. November 2018 am Schillingplatz/ Löbtau

Spannende Veranstaltung der „St. Antonius Gemeinde #Dresden #Löbtau“ in Zusammenarbeit mit dem Rosenwerk, dem PlatzDa! und weiteren Akteur*innen zum Thema Wohnungsnot.
Steigende Mieten, mangelnder sozialer Wohnungsbau und Luxussanierungen sind grundlegende Probleme in unserer Gesellschaft. Ob München, Berlin oder Dresden – der gänzlich auf Profit orientierte Wohnungsmarkt produziert mehr Verlierer*innen als Gewinner*innen. Immer häufiger werden in Dresden Menschen aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können oder weil im Viertel schlichtweg kein Platz mehr für sie ist. Auch Löbtau hat in den letzten Jahren einen erheblichen strukturellen Wandel erlebt, bei dem viele auf der Strecke blieben.
Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang ist, dass die AfD versucht, das Thema Mieten und Wohnraum für sich zu nutzen. Dabei geht es der Partei nicht um die Schaffung einer sozialen Wohnungspolitik, sondern um das Ausspielen von Geflüchteten gegenüber Deutschen. Immer wieder wird dabei das Narrativ stark gemacht, dass Geflüchtete den Deutschen die Wohnungen wegnehmen würden. “Die Gäste von Frau Merkel müssen dieses Land wieder verlassen” war dementsprechend die einzige Antwort, die MdB Jens Maier während einer Bundestagsdebatte auf die Wohnungsnotdebatte hatte. Dies ist für uns kein Lösungsansatz, sondern blanker Rassismus.
Themen wie Wohnungsnot, steigende Mieten und mangelnden sozialen Wohnungsbau müssen wir jetzt angehen und die Politik in die Verantwortung nehmen, eine gerechte Wohnungspolitik für alle zu entwerfen. Nur so können wir der AfD eine soziale Alternative entgegenstellen. Dabei dürfen wir nicht nur an die Politik appellieren, sondern müssen auf lokaler Ebene solidarische Communitys entwickeln, die sich gegenseitig helfen und eine anderes Miteinander ermöglichen.
Ein solidarisches Miteinander ist die stärkste Waffe gegen Ausgrenzung und Hetze.
Wir denken, dass die Veranstaltung der „St. Antonius Gemeinde“ einen wichtigen Beitrag dazu leistet und hoffen, dass sie auf vielfältiges Interesse stößt. Wir werden jedenfalls vorbeischauen.

Kein Viertel für Ausgrenzung

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Rechtsrocktnicht in Ostritz http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/rechtsrocktnicht-in-ostritz/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/rechtsrocktnicht-in-ostritz/#comments Tue, 06 Nov 2018 10:03:26 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/rechtsrocktnicht-in-ostritz/ Weil es wichtig ist, sich nicht nur Lokal Neonazis in den Weg zu stellen, teilen wir die Veranstaltung von der Initiative „Rechts rockt nicht“

Am Samstag den 03.11.2018 findet in Ostritz zum zweiten mal das sogenannte „Schild und Schwert“ Festival statt. Bereits im Juni diesen Jahres waren tausend Neonazis aus ganz Europa nach Ostritz gepilgert, um dort ihrer Menschenverachtung musikalisch Ausdruck zu verleihen.
Dabei sind die Rechtsrockkonzerte nicht nur musikalische Bespaßung, sondern dienen auch zur Internationalen Vernetzung und fühlen die Kassen der militanten Szene. Vor allem das Verbotene „Blood and Honour“ Netzwerk profitiert maßgeblich von den Neonazistischen Großevents. Aus deren Reihen stammt auch der Organisator des „Festival“ Thorsten Heiße, der erst vor kurzen als einer der führenden Köpfe von „B&H“ bzw. dessen bewaffneter Arm „Combat 18″ identifiziert wurde. Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Internetseite von
https://exif-recherche.org/?p=4399

Auch wenn es so aussieht, als würde sich Ostritz weiterhin als attraktive Lokalität für die Bundesweite Neonazisszene entwickeln, ist es wichtig dies zumindest mit Protest zu begleiten. Gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass sich am Sonntag den 04.11 auch die (Selbst)enttarnung des NSU zum 7. mal jährt. Eben jener Terrororganisation, die maßgeblich von den Strukturen die am Wochenende in Ostritz feiern unterstützt wurde.

Wir würden uns freuen, wenn viele Menschen aus #Löbtau den Weg am Samstag nach Ostritz finden und sich den Neonazistischen Umtrieben in Ostsachsen entgegenstellen!

Aus Dresden organisiert die URA Dresden eine gemeinsame Anreise mit dem Auto: Samstag, 03. November um 10 Uhr an der Petrikirche. Kommt zahlreich, bringt eure Freund*innen und Autos mit!

Weitere Informationen findet ihr auf der Seite von der Initiative „Rechts rockt nicht“

Nachbarschaftliche Grüße
Kein Viertel für Ausgrenzung

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Die Kiez-Kicker Dresden – Fussball ohne Grenzen http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/die-kiez-kicker-dresden-fussball-ohne-grenzen/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/die-kiez-kicker-dresden-fussball-ohne-grenzen/#comments Tue, 06 Nov 2018 10:01:32 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/die-kiez-kicker-dresden-fussball-ohne-grenzen/ Die Kiez-Kicker Dresden – Fussball ohne Grenzen sind ein Nachbar*innen Projekt aus der Dresdner #Neustadt. Gemeinsam mit Geflüchteten, Nachbar*innen und Freund*innen spielen sie einmal die Woche Fußball und sind immer wieder bei Antirassistischen Turnieren anzutreffen! Natürlich freuen sich die Kiezkicker auch über Besuch aus anderen Stadtteilen. Treff ist jeden Donnerstag um 17:30 auf dem Bolzplatz am Ende der Johann-Meyer-Straße im Hechtviertel.
Darüber hinaus sind die Kiezkickers auch beim Bau eines Fußballplatzes auf dem ehemaligen Militärsportplatz am Alaunpark mit aktiv. Eine Selbstorganisierte Initiative des Offener Kindertreff des Kinderladen Känguruh e.V.

Sport verbindet und schafft Brücken.
Seebrücken – schafft sichere Häfen!

https://www.facebook.com/kiezkickersdd/

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GUSCHE AUF – gegen Rechts http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/26/gusche-auf-gegen-rechts/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/26/gusche-auf-gegen-rechts/#comments Fri, 26 Oct 2018 10:19:44 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/26/gusche-auf-gegen-rechts/ „Nachbarschaftliche Solidarität statt Hetze und Ausgrenzung!
Kreativ und Selbstorganisiert gegen rechte Strukturen im Stadtteil!“

Mit diesem Slogan unterstützen wir das Bündnis „GUSCHE AUF – gegen Rechts“! Wir glauben das es vielfältige Bündnisse und Aktivitäten bis zur Landtagswahl 2019 geben muss. Wir werden unseren Beitrag dafür auf der #Löbtau Stadtteilebene leisten. Vielfältig und kreativ!
Unterstützt uns oder andere Bündnisse und gründet Stadtteilinitiativen!

GUCHE AUF

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Auswertung der Herz statt Hetze Demo gegen den 4.Pegida Geburtstag 4. http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/23/auswertung-der-herz-statt-hetze-demo-gegen-den-4-pegida-geburtstag-4/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/23/auswertung-der-herz-statt-hetze-demo-gegen-den-4-pegida-geburtstag-4/#comments Tue, 23 Oct 2018 16:56:59 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/23/auswertung-der-herz-statt-hetze-demo-gegen-den-4-pegida-geburtstag-4/ Hallo liebe Nachbar*innenschaftschaft,

vielen lieben Dank erst einmal dafür, dass so viele Menschen gestern zum gemeinsamen Treffpunkt in Löbtau erschienen sind. Es hat uns große Freude gemacht, nicht alleine zu den Gegenprotesten gehen zu müssen, sondern solidarisch und im Kollektiv den Weg zu bestreiten. Gerade in Zeiten, in denen unsere Gesellschaft immer weiter auseinander driftet, ist es ein wichtiger Schritt, wieder zusammen zu finden und die Ohnmacht zu überwinden, die viele von uns seit 4 Jahren empfinden.

Auch die Demonstration von „Herz statt Hetze“ haben wir als Erfolg empfunden. Das erste Mal seit der Gründung von Pegida konnte die Zivilgesellschaft Pegida zahlenmäßig etwas entgegensetzen.Über 10.000 Menschen sorgten am Sonntag dafür, dass unsere Inhalte, nämlich Solidarität und Teilhabe, für alle Gehör fanden. Die gewohnte Hetze von der Pegida- Bühne fand dahingegen kaum größere Aufmerksamkeit. Der Tag dürfte für die Rassist*innen um Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz ein herber Misserfolg gewesen sein.
Das lag nicht zuletzt auch daran, dass auf unserer Seite ein breites Bündnis unterschiedliche Themenfelder besetzen konnte. So waren neben den – endlich mal Stellung beziehenden- Politiker*innen, Sozialverbänden und dem CSD auch die Initiativen gegen das neue Polizeigesetz vor Ort. Die Initiative „Sachsens Demokratie“ machte mit einem „Überkopfbanner“ auf die Verschärfungen im Sicherheitssektor aufmerksam. Mit dem neuen Polizeigesetz sollen die Kompetenzen der Ermittlungsbehörden, Videoüberwachungen und die Militarisierung der Polizei erheblich ausgeweitet werden. Mit der Einordnung von Geflüchtetenunterkünften als „gefährliche Orte“ wird der rassistische Charakter des Polizeigesetzes besonders deutlich. Darüberhinaus wird mit der Aufhebung des Schutz für Journalist*innen und Beratungsstellen massiv in Grundrechte und die Arbeit von wichtigen zivilgesellschaftlichen Institutionen eingegriffen. Mit einem Blick nach Bayern, wo das Gesetz bereits in Kraft getreten ist, sollten die Ausmaße für eine freie Gesellschaft mehr als deutlich werden. Gerade in Kombination mit einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen könnten die Eingriffe in die Grundrechte der Bürger*innen zu einer massive Bedrohung für all diejenigen werden, die sich nicht mit der autoritären Wende zufrieden geben wollen. Deswegen werden wir weiterhin die Proteste und Aktionen gegen das neue Polizeigesetz unterstützen.
Wenn auch ihr darauf Lust habt, könnt ihr das schon am 08.11.2018 tun. An diesem Tag lädt „Sachsens Demokratie“ zum offenen Treffen in die Evangelische Hochschule ein. [1]

Auch wenn der gestrige Sonntag als Erfolg gewertet werden kann, sind die Proteste nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Viel zu lange haben wir AfD, Pegida und Neonazis die Straße überlassen. Viel zu tief haben sich Rassismus und ausgrenzende Strukturen in den letzten 25 Jahren ausbreiten können – letztendlich auch dadurch, dass die Sächische Landesregierung – insbesondere die CDU – seit Jahren die Probleme im Freistaat kleinredet und der Zivilgesellschaft immer wieder Steine in den Weg legt. Sei es durch das Verharmlosen von Rassismus, die Streichung von Geldern für Jugend- und Demokratie- Projekte oder den Abbau des Sozialsektors, so aktuell in Dresden, wo das Musikprojekt „Musaik“ [2], welches kostenlose Musikkurse für sozial Benachteiligte in Prohlis anbietet, vor dem Aus steht. Vor diesem Hintergrund ist es natürlich erfreulich, dass Ministerpräsident Kretzschmer an den gestrigen Protesten teilgenommen hat.
Aber auch sein Handeln wird daran gemessen werden müssen, wie er sich weiterhin hinter die Zivilgesellschaft stellt, Fehler der CDU-Regierung einsieht und behebt. Oder ob er wie in seiner Rede weiterhin auf den Dialog mit Pegida setzt. Mit einer bloßen Teilnahme an einer Demonstration ist noch kein Kurswechsel eingeläutet

Besonderer Dank im Zusammenhang mit dem gestrigen Demo-Tag geht nochmal an „Nationalismus raus aus den Köpfen“[3] und den Aktivist*innen von „Hope“[4], die auch fernab von Großevents immer wieder Pegida entgegentreten, die sich Montag für Montag von Pegida-Rentner*innen beschimpfen lassen, von der Polizei drangsaliert und von der Versammlungsbehörde dafür noch als Linksextremisten diffamiert werden. An dieser Stelle wünschen wir den Aktivist*innen weiterhin viel Mut und Tatkraft für weitere Vorhaben.

Wichtig ist an dieser Stelle jedoch auch, über den eigenen Tellerrand hinaus zuschauen. Pegida ist nicht der Mittelpunkt von Dresden und hat viel von seiner Wirkmacht verloren. Wir finde es wichtig, eigene Themen und Schwerpunkte zu setzen, als immer nur Pegida hinterher zu rennen.

Da wir uns nicht auf die Landesregierung verlassen können, müssen wir weiterhin selbst im Stadtteil aktiv werden. Der gestrige Tag war nur der Auftakt für ein langes und ereignisreiches Jahr 2019. Wir haben uns schon ein paar Aktionen für die nächsten Monate einfallen lassen und hoffen dabei auf eure Unterstützung. Wer sich selbst gerne bei uns einbringen möchte, kann uns per Mail unter keinkiezfuerausgrenzungloebtau@systemli.org erreichen oder kommt direkt zu unserem nächsten Treffen am 01.11.2018 ab 18:00 im WUMS auf der Columbusstraße.

In diesem Sinne: Auf viele weitere Aktivitäten in unserem Stadtteil und darüber hinaus!

Eure Initiative „Kein Viertel für Ausgenzung“

[1] https://sachsens-demokratie.net/
[2] https://www.sz-online.de/nachrichten/stadt-setzt-kinder-vor-die-tuer-4033936.html
[3] https://twitter.com/AusRaus
[4] https://twitter.com/hopedresden

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http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/23/auswertung-der-herz-statt-hetze-demo-gegen-den-4-pegida-geburtstag-4/feed/
Impressionen #dd2110 http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/23/impressionen-dd2110/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/23/impressionen-dd2110/#comments Tue, 23 Oct 2018 16:48:02 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/23/impressionen-dd2110/ Ein paar Impressionen von der gemeinsamen Anreise aus #Löbtau zu den Protesten von Herz statt Hetze gegen #Pegida.

Es war ein schönes Gefühl, mit so vielen aktiven Menschen aus dem Stadtteil gemeinsam den Weg zu bestreiten. Es wird nicht das letzte mal gewesen sein. Wir bleiben weiterhin aktiv und haben auch schon ein paar Pläne für die nächsten Monate.

Kein Viertel für Ausgrenzung

PS:
Danke an die AIL für das zu Verfügung stellen der Fotos.

Anreis1
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http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/23/impressionen-dd2110/feed/
Aufruf und Gemeinsame Anreise aus Löbtau zu den Protesten gegen den 4. Pegida Geburtstag Arabisch und Deutsch http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/19/aufruf-und-gemeinsame-anreise-aus-loebtau-zu-den-protesten-gegen-den-4-pegida-geburtstag-arabisch-und-deutsch/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/19/aufruf-und-gemeinsame-anreise-aus-loebtau-zu-den-protesten-gegen-den-4-pegida-geburtstag-arabisch-und-deutsch/#comments Fri, 19 Oct 2018 14:01:55 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/10/19/aufruf-und-gemeinsame-anreise-aus-loebtau-zu-den-protesten-gegen-den-4-pegida-geburtstag-arabisch-und-deutsch/ ++++++++++ 4. Pegida Geburtstag++++++++++++++

Gemeinsame Anreise aus Löbtau
Treffpunkt 12:30 im Park auf der Columbusstraße
Fahnen und Transparente sind vorhanden

13:30 schließen wir uns der Demonstration am Albertplatz vom der Tolerade an und werden gemeinsam in Richtung Innenstadt gehen

Kommt mit und last uns gemeinsam zeigen, was wir von Pegida halten

Langer Aufruf:

Liebe NachbarInnen,

am Sonntag jährt sich wieder einmal die Gründung von Pegida. Bereits 4 Jahre und über 150 Demonstrationen ist es her, dass die rassistischen, patriotischen Europäer das erste Mal auf die Straße gegangen sind. Das war im Oktober 2014. Seitdem hat sich das Klima in Dresden noch einmal erheblich verschlechtert. Zwar gab es schon vor Pegida eine rassistische Kontinuität in Dresden, mit den Demonstrationen brachen jedoch die letzten Hemmungen, die eigenen menschenverachtenden Ansichten offen auszuleben und viel zu häufig auch mit Gewalt durchzusetzen. Exemplarisch dafür stehen u.a. hunderte Brandanschläge in 2015 und fast doppelt so viele Angriffe auf geflüchtete Menschen. Auch 2017 war Dresden mit 323 rechten Straftaten trauriger Spitzenreiter in Sachsen und Deutschland – die Dunkelziffer dürfte dabei aber bedeutend höher sein.

Durch die Sammlung aller rechten Strömungen in Dresden – von Neonazis/rechten Hooligans über AfD/NPD bis hin zu Verschwörungstheoretikern/ Reichsbürgern sowie des reaktionär-konservativen Teils der CDU – hat es Pegida geschafft, eine rechte Hegemonie in der Stadt herzustellen. Dies liegt u.a. auch daran, dass Pegida von Anfang an von der sächsischen CDU und deren intellektuellen Vordenkern wie z.B. Prof. Werner Patzelt hofiert wurde. Bis heute hält sich wacker die These, dass es sich bei Pegida nur um besorgte BürgerInnen handle, deren Ängste und Bedürfnissen ernst genommen werden müssen. Im Gegensatz dazu fanden die Ängste der Zivilgesellschaft kaum Anklang bei der Landesregierung. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Zivilgesellschaft es in Dresden nie geschafft hat, sich geeint gegen die Menschenfeinde von Pegida und Co. zu stellen. Das Gegenteil ist häufig der Fall. Viel zu häufig teilt sich die Zivilgesellschaft in gute und böse Demonstranten, anstatt eine Vielzahl von verschiedenen Aktionsformen zusammen zu denken. Positive Ausnahme wäre hier der 1. Geburtstag von Pegida, an dem sich ein breites Bündnis mit 20 000 DemonstrantInnen den RassistInnen entgegenstellten. Leider blieb dies eine einzigartige Ausnahme.

Nun ist zum 4. Geburtstag von Pegida ein neuer Versuch zu unternehmen. Ein breites Bündnis ruft am Sonntag dazu auf, sich Pegida entgegenzustellen. Es ist zu hoffen, dass der Herbst der Solidarität auch an Dresden nicht unbemerkt vorbeigegangen ist. 40 000 Menschen, die mit „Ausgehetzt“ in München auf die Straße gegangen sind, 30 000, die sich in Hamburg bei „Welcome United“ mit Geflüchteten solidarisierten, die bundesweite Seebrücken-Bewegung und die 250 000 Menschen, die in Berlin gezeigt haben, dass eine große soziale Bewegung „unteilbar“ ist, zeigen, dass die Stimmen der Solidarität und Emanzipation nicht untergegangen sind im Geschrei der rechten Hetzer. Jetzt liegt es an uns, auch in Dresden zu zeigen, dass wir unteilbar gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung stehen.

Auch in unserem kleinen und beschaulichen Stadtteil Löbtau bewegt sich einiges. Schon länger gibt es hier eine solidarische Nachbarschaft, die sich immer wieder sozial positioniert und versucht, Räume der Begegnung zu schaffen. Zwar sind wir noch am Anfang und haben weiterhin viel Arbeit vor uns. Aber Nachbarschaftsräume wie das „Platzda“ sind konkrete Aktionen zur Etablierung einer solidarischen Nachbarschaft. Auch unsere Kampagne „Kein Viertel für Ausgrenzung“ gegen den Infostand der AfD zum Mephisto – Sommerfest hat gezeigt, dass wir den Diskurs bestimmen und der Politik der AfD etwas entgegenstellen können – nachbarschaftliches Engagement und Solidarität! Es hat gezeigt, dass Löbtau eine Zivilgesellschaft besitzt. Diese gilt es bis zur Landtagswahl 2019 weiterhin zu aktivieren, um der Nachbarschaft Alternativen fernab von Ausgrenzung und „Nach-unten-treten“ zu bieten. Das heißt aber auch, dass wir uns wieder mehr organisieren müssen. Noch viel zu häufig lastet ein Großteil der Arbeit auf wenigen Schultern – in einem Stadtteil, der so viele aktive Menschen beherbergt. Wir werden weiterhin dran bleiben, uns zu organisieren und in Bewegung zu bleiben. Schließt euch an!

Eine Möglichkeit dafür habt ihr schon am Sonntag, wenn Pegida Geburtstag feiert. Wir wollen als Stadtteilgruppe bei den Gegenprotesten sichtbar sein und unsere nachbarschaftliche Solidarität dem Rassimus von Pegida als Alternative entgegenstellen. Dafür wollen wir uns als LöbtauerInnen sowie FreundInnen und SympatisantInnen 12:30 im Columbuspark treffen, um von dort aus gemeinsam zum Albertplatz zu reisen. Dort wird gegen 13:30 der Demozug der Tolerade ankommen, dem wir uns anschließen werden, um gemeinsam in die Innenstadt zu ziehen. Wir würden uns freuen, wenn ihr zahlreich erscheint und wir einen gemeinsamen Block stellen könnten. Für Fahnen und Transparente haben wir gesorgt.

Nachbarschaftliche Grüße
„Kein Viertel für Ausgrenzung!“

Arabisch:

++++++++++++++ذكرى تأسيس حركة بيغيدا اليمينية الشعبوية ++++++++++++++

الانظلاق بشكل جماعي من لوبتاو
نقطة الالنقاء الساعة 12.30 في الحديقة في شارع Columbusstrasse
الإعلام واليافطات موجودة في مكان الالتقاء

الساعة 13.30 سنجتمع بالمظاهرة في البيرت بلاتز ومن ثم مسير باتجاه المدينة القديمة

تعالوا معنا وشاركونا لكي نظهر لهذه الحركة رأينا فيها!

جيراني الأعزاء،
يوم الأحد يصادف الذكرى الرابعة لتأسيس جركة البيغيدا. 4 سنوات وأكثر من 150 مظاهرة قد مضت على خروج العنصريين والوطنيين الأروبيين . هذا الأمر انظلق سنة 2014 ومن وقتها تغير الوضع في دريسدن الى الأسوأ. بالطبع حركة البيغيدا استمرار لمناخ عنصري كان يسود المدينة وهذه المظاهرات ما هي إلا كشف علني لرؤى احتقار البشر والرغبة في استعمال العنف. في التوازي لهذه الحركة كان هناك العديد من الاعتداءات العنصرية كالهجوم بالعبوات الحارقة على مساكن اللاجئين. أيضا في عام 2017 حدث ما يزيد عن ال 323 اعتداء يميني عنصري في دريسدن.

لقد نجحت البيغيدا في خلق تجانس يميني قومي في المدينة عن طريق جمع كل التيارات اليمينية من القوميين والنازيين الجدد ومشجعي كرة القدم وحزب البديل وأصحاب نظرية المؤامرة وغيرهم من الحزب المسيحي الديمقراطي. هذا الأمر حصل بسبب تعاطف وتساهل حكومة ساكسن المسيحية الديمقراطية ومفكريها مع الحركة وعلى رأسهم البروفيسور فيرنر باتزلت. حتى اليوم يرى السياسي فيكر بأن هذه الحركة تعبر عن قلق المواطنين والذين يجب أن تأخذ مخاوفهم على محمل الجد. في المقابل لم تجد مخاوف المجتمع المدني أذنا صاغية في برلمان الولاية. هذا الأمر يعود لعدم قدرة المجتمع المدني على توحيد كلمته بخصوص حركة البيغيدا المعادية للناس وأخواتها. غالبا ما انقسم هذا المجتمع بين متظاهرين جيدين وسيئيين بدون التفكير بحراك جديد. الاستثناء الوحيد كان في مناسبة الميلاد الأول لهذه الحركة حيث اجتمع 20 الف شخص ضد الحركة ولكن هذا الأمر حصل لمرة واحدة ومن ثم تلاشى.

الان في الميلاد الرابع لهذه الحركة يمكن المحاولة من جديد. اتحاد واسع يدعو يوم الأحد لمظاهرة كبيرة ضد البيغيدا. من المنتظر بألا يمر خريف التضامن على دريسدن بدون أثر. 40 الف في ميونخ و30 الف في هامبورغ ما يقارب الربع مليون في برلين شاركوا في مظاهرات لدعم اللاجئين والتعبير عن رغبتهم في العيش في مجتمع متاخي ومتضامن ضد التحريض اليميني. الان يقع الأمر على عاتقنا في دريسدن لإظهار تماسكنا ضد العنصرية والتهميش الاجتماعي.

حتى في حينا الصغير لوبتاو هناك حراك مرتقب. لطالما كان في هذا الحي جيرة متضامنة والتي دائما ما كانت تأخذ مواقفا واضحة وتحاول خلق مساحات للتقابل. بالطبع لازال الطريق في بدايته ومازال لدينا الكثير من العمل. لكن مساحات التقاء الجيرة كما في „بلاتز دا“ هي نشاط مباشر لتمكين الجيرة المتضامنة. أيضا حملتنا “ لا حي للإقصاء“ ضد كشك المعلومات التابع لحزب البديل أظهرت بان لوبتاو لديه مجتمع مدني. وهذا ما علينا تحفيزه حتى موعد الانتخابات القادمة في سنة 2019 لكي نقدم للجيرة بديلا عن الاقصاء والتهميش العمودي. هذا يعني أيضا بانه علينا تنظيم أنفسنا بشكل أفضل. لكي يصبح عملنا أكثر فاعلية علينا أن نعمل سويا ونتشارك المهام. انضموا إلينا!

لذلك يمكنكم البدء في مشاركتنا في مظاهرة يوم الأحد. نحن نريد كمجموعة حي سكني أن نكون ظاهرين ضد حركة بيغيدا وأعوانها. لذا ستكون نقطة الالتقاء في لوبتاو الساعة 12.30 في متنزه كولومبس ومن ثم سنسير سويا باتجاه الألبيرت بلاتز. حوالي الساعة 13.30 ستصل مظاهرة التولوريد الى الالبيرت والتي سنشارك فيها أيضا باتجاه المدينة القديمة. سنكون سعيدين بمشاركتكم ونأمل أن نستطيع تشكيل حاجز ضد مسير مظاهرة البيغيدا. لقد قمنا مسبقا بتأمين الأعلام واليافطات!

تحيات تضامنية
“ لا حي للإقصاء“

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