kein Viertel für Ausgrenzung http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de Ein weiteres tolles WordPress Blog Fri, 16 Oct 2020 11:36:15 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en #GUCKMAL – Das rechte Netzwerk um PEGIDA aufdecken“ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/10/16/guckmal-das-rechte-netzwerk-um-pegida-aufdecken/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/10/16/guckmal-das-rechte-netzwerk-um-pegida-aufdecken/#comments Fri, 16 Oct 2020 11:36:04 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/10/16/guckmal-das-rechte-netzwerk-um-pegida-aufdecken/ logo

6 Jahre PEGIDA – 6 Jahre Menschenfeindlichkeit!

Am 25. Oktober geht Pegida in ihr 7. Jahr. Mit der ersten Demonstration der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ am 20. Oktober 2014 begann eine Zäsur für Dresden. Dabei kam die Mobilisierung nicht aus dem Nichts. Bereits zuvor bildeten sich Proteste gegen Geflüchtetenheime, z.B. in Schneeberg oder in Ottendorf-Okrilla. Mit PEGIDA fanden die unterschiedlichsten rechten Gruppierungen, Initiativen und Proteste einen gemeinsamen Kristallisationsmoment – Die deutschlandweit größte rassistische Mobilisierung nach dem Ende des Nationalsozialismus konstituierte sich.

Was danach passierte, ist allen zu der Zeit aktiven Antifaschist*innen noch deutlich im Gedächtnis. Das neu gewonnene Selbstbewusstsein der Rechten durch die tausendfache Mobilisierung Ende 2014 brach sich im folgenden Jahr in hunderten Brandanschlägen, Übergriffen und Demonstrationen Bahn. Heidenau, Freital und Clausnitz – Gruppe Freital, Revolution Chemnitz und die Freie Kameradschaft Dresden wurden zu Chiffren für die rassistischen Kontinuitäten seit dem Nationalsozialismus. Sie riefen nicht allein die Bilder von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen wieder hervor, sondern knüpften auch personell und ideologisch an die rassistischen Mobilisierungen Anfang der 90er Jahre an.

Die neue Normalität?

Die Bilder von Deutschland-, Reichskriegs-, und Identitärenfahnen sind mittlerweile genauso normal im Dresdner Stadtbild, wie die wieder aufgebaute Frauenkirche. In über 200 Demonstrationen und Kundgebungen hat sich PEGIDA institutionalisiert. Der Protest hat sich bei weniger als Tausend Teilnehmenden eingepegelt und folgt einer streng ritualisierten Form. Kaum noch Neues erklingt von der Bühne und auch die großen Namen, die sich 2014/15 noch darum gerissen haben, auf der Bühne neben Lutz Bachmann und Siegfried Däbritz zu stehen, bleiben mittlerweile aus. Mit der Rede von Björn Höcke konnte PEGIDA Anfang des Jahres das erste Mal seit längerem wieder eine höhere Anzahl an Menschen mobilisieren. Die aufgeheizte, aggressive und gewalttätige Atmosphäre an diesem Tag erinnerte an die Hochzeiten von PEGIDA. 
Zwei Tage nach Höckes Rede ereignete sich der rechtsterroristische Anschlag in Hanau. Dieser, die Morde in Halle und an dem CDU-Mitglied Walter Lübcke  sind das Ergebnis einer gesellschaftlichen Radikalisierung, welche nicht losgelöst von der montäglichen Hetze durch PEGIDA betrachtet werden kann. Auch die tägliche rassistische Gewalt in Dresden, deren neueste Eskalation der Messerangriff auf zwei Besucher*innen einer FreeParty in der Heide ist, geht in vielen auf die von PEGIDA und andere Akteur*innen geschaffen Atmosphäre zurück. 

PEGIDA selbst hat jedoch ihren Zenit überschritten. Zwar nutzen gelegentlich verschiedene rechte Akteur*innen wie Björn Höcke, Ein Prozent oder die Identitäre Bewegung die Bühne – es wirkt aber eher wie ein funktionales Verhältnis zu einer alten Liebe, die längst erkaltet ist. Wurden die ersten Geburtstage noch mit einem vollen Programm gefüllt, welches weit über 10.000 Menschen mobilisieren konnte, mussten 2019 ein unbegabter IB-Rapper, Martin Sellner und der IB-Multifunktionär Alex Malenki die wenigen Rentner*innen bei Laune halten. Für den diesjährigen Geburtstag konnten bisher noch keine Redner*innen benannt werden. Es ist davon auszugehen, dass noch weniger Menschen den Weg auf den Neumarkt finden werden, als bereits im letzten Jahr.

Trotz der Schwäche von PEGIDA hat die Rechte in Dresden und Sachsen jedoch an Stärke gewonnen. Im Umfeld von PEGIDA konnte sich ein ausdifferenziertes rechtes Netzwerk entwickeln. Dieses erscheint zwar nicht so präsent im Stadtbild, nimmt aber trotzdem wichtige Funktionen einer rechten Diskursfähigkeit ein. Die Akteur*innen dieses Netzwerkes sind häufig langjährig politisch Aktive und kommen unter anderem aus den Reihen der NPD. Für PEGIDA oder die AfD im Landtag sind sie die Ideen- und Stichwortgeber. Dabei profitieren sie von PEGIDA in finanzieller Form oder durch den Zulauf von Menschen. Der gefährliche Einfluss dieses Netzwerkes sollte also nicht unterschätzt werden.

Wider der neuen Normalität

Wir, ein Zusammenschluss aus verschiedenen antifaschistischen und feministischen Gruppen, wollen dieses Netzwerk auftrennen. Wir wollen neue Wege gehen. Für uns heißt dieser Weg, sich nicht nur auf die Märsche zu fokussieren, sondern das Netzwerk dahinter in den Blick zu nehmen. Einen guten Anlass dafür bietet der PEGIDA-Geburtstag. Wir werden an diesem Tag verschiedenen Locations des Netzwerks einen Besuch abstatten und laut und deutlich klar machen, dass Rassismus und Nazis nicht nur am Montagabend auf den Plätzen der Innenstadt besteht, sondern mit festen Immobilien und Räumen in der Stadt verankert ist und verschiedene Ausdrucksformen hat. Wir werden nicht nur am PEGIDA-Geburtstag selber, sondern auch in der Woche zuvor über Einzelpersonen und Gruppen aufklären, die schon vor PEGIDA aktiv waren und heute wichtige Funktionen im Hintergrund übernehmen. 
Da wir natürlich auch um die Bedeutung von tausenden Rassist*innen und Menschenfeinden in der Innenstadt wissen, werden wir uns im Anschluss an den Protesten gegen den PEGIDA Geburtstag beteiligen. Wir stehen solidarisch mit den Aktivist*innen von HOPE und „Nationalismus raus aus den Köpfen“, die regelmäßig den Gegenprotest organisieren und dabei immer wieder Angriffen durch Polizei und PEGIDA ausgesetzt sind.

Zuvor heißt es aber #GUCKMAL – Das rechte Netzwerk um PEGIDA aufdecken!

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#5und5 Forderungen für mehr Solidarität gegen Corona veröffentlicht http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/04/14/5und5-forderungen-fuer-mehr-solidaritaet-gegen-corona-veroeffentlicht/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/04/14/5und5-forderungen-fuer-mehr-solidaritaet-gegen-corona-veroeffentlicht/#comments Tue, 14 Apr 2020 12:37:10 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/04/14/5und5-forderungen-fuer-mehr-solidaritaet-gegen-corona-veroeffentlicht/ Das nachbarschaftliche Solidaritätsnetzwerk Dresden West hat im Rahmen seine Arbeit festgestellt, dass bei den aktuellen politischen Entwicklungen in Zeiten von Corona einige wichtige gesellschaftliche Bereiche unterbeleuchtet bleiben. Diesem Zustand möchten wir mit unseren 10 Forderungen „5+5 für Solidarität gegen Corona“ etwas entgegensetzen. Die Forderungen wurden bereits von über 20 Gruppen unterzeichnet.

Es ist JETZT wichtig, Unterstützungsarbeit für Menschen die in Schwierigkeiten geraten sind zu verbessern, dafür zu sorgen, dass Grundrechte nicht ausgehöhlt werden und eine sichere Wohnsituation für alle zu schaffen.
Und es wird GLEICH notwendig, nachbarschaftliche Strukturen langfristig zu stärken, die Bedürfnisse der Menschen vor die der Profite zu stellen und diese Chance zu nutzen, fundamentale Veränderungen herbeizuführen. Wir wollen ein besseres Leben für alle Menschen: für die, die momentan ohne Wohnung sind, für die Geflüchteten in den Lagern in Griechenland und für uns selbst.

Spread the word!
#5und5
#KeinViertelFürAusgrenzung


Unterstützer*innen:

HOPE – Dresden

Undogmatische Radikale Antifa (URA)

Sächsischer Flüchtlingsrat

WHAT – Referat für politische Bildung

Bündnis Mietenwahnsinn Stoppen

Solidaritätsnetzwerk Dresden West

Antifaschistische Initiative Löbtau (AIL)

Kein Viertel Für Ausgrenzung

Gruppe polar

e*vibes – für eine emanzipatorische Praxis

Frauen*BildungsZentrum (F*BZ)

Anders Wachsen (Kirchgemeinde Frieden und Hoffnung)

Staufen Kollektiv

Mangelwirtschaft

Kritische Mediziner*innen

Internationalistisches Zentrum Dresden (IZ)

ein loser Zusammenschluss aus dem Solinetzwerk Pieschen

Freie Arbeiter_innen Union Dresden (FAU)

Gesundheitskolletiv Dresden

Malobeo

Umsonstladen

WoGe

Beratungsstelle für erwerbslose Frauen vom FBH e. V.

Werkstattpiraten e.V.

Kosmotique e.V.

IDA – Ankommen in Dresden

Kritische Geograph*innen

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Forderungen im Fließtext:
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5+5 Für Solidarität gegen Corona

Sofort:

1. Sicheres Zuhause für alle

Die Corona-Krise trifft besonders die, denen es sowieso schon schlecht geht: wohnungslose Menschen, Geflüchtete und andere in Gruppenunterkünften, Betroffene häuslicher Gewalt, Personen mit chronischen oder psychischen Erkrankungen und Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen. Hier müssen dringend Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

Deshalb fordern wir:

Vorübergehende Nutzung von Hotels, Ferienwohnungen und leerstehenden Wohnungen als Möglichkeit zur Einzelunterbringung den oben benannten Betroffenengruppen //Schaffung von Wohnraum durch Nutzung von Leerstand // Legalisierung von Leerstands-Besetzungen // Mieter*innenschutz durch Einführung einer Mietbremse im Sinne des Berliner Mietendeckels // Aussetzung von Strom- und Wasserzahlungen //Kapazitäten von Coronatests erweitern //

2. Informationen für alle

Momentan werden Grundrechte, wie z. B. freie Bewegung, eingeschränkt. Es ist nötig, dass die Gründe dafür allen verständlich gemacht werden. Die Einschränkungen und wie diese genau aussehen muss alle erreichen, nicht nur Leute, die sich gut im Internet auskennen und juristische Fachsprache verstehen. Nicht nur ehrenamtlich Arbeitende sollen die Bestimmungen in weiteren Sprachen und auch in Leichter Sprache zur Verfügung stellen. Die Stadt muss das selbst tun. Alle sollten bei der Gestaltung der Einschränkungen mitreden, auch die politische Opposition.

Deshalb fordern wir:

Kommunikation online und per Aushang und Briefen // Informationen in mehreren Sprachen und Leichter Sprache an zugänglichen Orten // Informationen in (zumindest deutscher) Gebärdensprache bereitstellen // Keine Paywall bei wichtigen Corona-Informatione in der Lokalpresse // volle politische Versammlungsfreiheit unter Hygieneauflagen

3. Nachbarschaften stärken

Nach dem Ausbruch von Covid-19 haben sich in Dresden schnell ehrenamtliche Nachbarschaftshilfen zusammengefunden. Verschiedene solidarische Netzwerke unterstützen tausende Menschen dabei, ihren Alltag zu bewältigen.

Es ist wichtig, selbstorganisierte und unkommerzielle Nachbarschaftshilfen jetzt und später zu stärken.

Deshalb fordern wir:

Bereitstellung von notwendiger Infrastruktur und finazielle Mittel für die erfolgreiche Umsetzung der ehrenamtlichen Arbeit // Spenden in Form von Hygiene-Artikeln // Die nachbarschaftliche Hilfe muss als Ausnahme der Allgemeinverfügung erlaubt werden.//

4. Unterstützung für alle, die sie brauchen

Tausende Menschen sorgen mit ihrer bezahlten Arbeit dafür, dass weiter die Grundbedürfnisse aller gedeckt werden. Dazu zählen Pflegekräfte, Beschäftigte im Einzelhandel und Lieferant*innen. Diese setzen sich einem erhöhten Risiko aus, an Covid-19 zu erkranken. Freiberuflich Tätige, Kleinunternehmer*innen, Kunstschaffende oder Erwerbslose sind vom Wegfall von Veranstaltungen, Kultur-Events und öffentlichen Zusammenkünften betroffen. Gemein ist all diesen Berufen, dass sie seit jeher schlecht bezahlt sind. In Zeiten von Corona leiden sie deshalb besonders unter der Verteuerung der Lebensmittel durch das Hamstern von günstigen Lebensmitteln, Preisanstiegen oder dem eingeschränkten Zugang zu Lebensmitteln über die Tafel.

Deshalb fordern wir:

Coronageld i.H.v. 1.000 EUR pro Monat für Alle über den Zeitraum der Corona Krise// Priorisierte Ausstattung von Berufsgruppen mit erhöhtem Kontakt zu Menschen mit notwendiger Schutzkleidung // Direkte finanzielle Zulagen und Aushandlung von besserer Bezahlung während und auch dauerhaft nach der Krise // Umlagerung der Gewinne von Supermarktketten und Onlinehändlern auf die Arbeiter*innen// Erweiterung des Streikrechts: politische Streiks, Solidaritätsstreiks, Dokumentationsstreiks// Härteres Vorgehen gegen Scheinselbstständigkeit

5. Dresden hat Platz!

Solidarität muss für alle gelten. Jedes Menschenleben ist gleich viel wert. Deswegen sollen Schutz und Sicherheit nicht nur für bestimmte Menschen in Deutschland gelten. Menschen sterben auch jetzt noch im Mittelmeer und leiden unter den katastrophalen hygienischen und medizinischen Bedingungen in den Lagern an den europäischen Außengrenzen.

Deshalb fordern wir:

Dresden soll sich aktiv für die Aufnahme von Geflüchteten in der Stadt einsetzen // Dresden soll sofort alle Asylsuchenden dauerhaften Aufenthaltsschutz garantieren // Abschiebegefängnisse müssen geschlossen und Abschiebungen ausgesetzt werden.

UND GLEICH

1. Grundrechte für alle!

Dass Maßnahmen zur Eindämmung von Covid 19 getroffen werden ist verständlich und notwendig. Diese dürfen jedoch nicht unsere Grundrechte einschränken. Bestehende Verstöße gegen Grundrechte müssen korrigiert werden. Es darf keine langfristigen Einschränkungen von Grundrechten geben. In anderen Ländern, zum Beispiel Ungarn, wurden Gesetze eingeführt, die eine Diktatur ermöglichen. Die Begründung dafür war Covid-19. Wir müssen alle darauf achten, dass die Regierungen diese Situation nicht ausnutzen.

Deswegen fordern wir:

Aufrechterhaltung und Ausweitung von demokratischen Grundrechten: Bewegungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Aufhebung Vermummungsverbot, keine Massenauswertung von Handy-Daten, keine Weitergabe von privaten Gesundheitsdaten an die Polizei, kein Einsatz der Bundeswehr im Inneren.

2. Selbstverwaltete Nachbarschaften

Nachbarschaftshilfe ist immer wichtig für eine solidarische Gesellschaft. Dabei lernen sich Menschen kennen und lösen gemeinsam Probleme – auch über Krisenzeiten hinaus.

Deshalb fordern wir:

Nachbarschaftliche Mitbestimmung über die Entwicklung von Stadtteilen // Erhalt einer Einzelhandelsstruktur, die durch die Corona-Krise verloren gegangen ist // Finanzielle Unterstützung für Nachbarschaftsarbeit (z.B. Nachbarschaftsfonds) // bezahlbares Wohnen in allen Stadtteilen // Immobilien-Vorkaufs-Recht für basisdemokratische Nachbarschaftsinitiativen (z.B. Mietshäusersyndikate) // Schaffung von frei gestaltbaren Flächen in allen Vierteln.

3. Menschen vor Profite

Die Krise zeigt, dass das kapitalistische System nicht alle Menschen immer gut versorgen kann. Beispielsweise wird jetzt zum Problem, dass Krankenhäuser Profit erwirtschaften müssen. Es wird dafür gesorgt, dass Reiche noch reicher werden, anstatt die Grundbedürfnisse aller zu erfüllen. Besonders sichtbar ist das in z. B. Italien und Griechenland. Die von Deutschland mitvorangetrieben Sparvorschriften der EU kosten besonder in diesen Ländern Menschenleben. Das muss sich ändern.

Deshalb fordern wir:

Vergesellschaftung des Gesundheitssektors, großer Immobilienunternehmen, dem öffentlichen Verkehr- und Transportwesens, Strom-, Wasser- und Telekommunikationsinfrastruktur // Bessere Rechtsformen für Kollektivbetriebe und Kooperativen// Mehr Strukturen für Menschen mit psychischem Unterstützungsbedarf // Aufbau eines bedürfnisorientiertertes Gesundheitssystems

4. #WirHabenPlatz

Während in Europa die Grenzen geschlossen werden und jedes Land für sich einen Umgang mit der Krise sucht, leben Geflüchtete in Griechenland unter unmenschlichen Bedingungen. In den Lagern in Griechenland, aber auch anderswo, sind tausende Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht, umgeben von Stacheldraht. Die Situation war schon vor Corona nicht hinnehmbar, jetzt stellt sie eine noch größere Gefahr dar. Europa darf seine Augen vor dem Leid Geflüchteter nicht verschließen. Wir müssen uns der Verantwortung bewusst werden und handeln – auch nach Corona.

Deshalb fordern wir:

Auflösung aller Lager // Evakuierung und Aufteilung der Geflüchteten in Europa // Die sofortige Beendigung des Massensterbens im Mittelmeer durch Schaffung von sicheren Wegen für Geflüchtete zur Stellung eines Asylantrages (Seebrücke) // Frontex auflösen // Anerkennung aller Asylsuchenden nach dem Vorbild Portugals // Aufkündigung des EU-Türkei-Deals

5. Flächendeckende Infrastruktur

Besonders jetzt wird deutlich, dass alle eine gute Internetanbindung brauchen. Sehr viele machen momentan Home-Office, nutzen E-Learning für die Schule oder wollen die Allgemeinverfügung lesen. Ob Toilettenpapier, Hefe oder frisches Obst – alle brauchen einen erreichbaren Supermarkt. Im ländlichen Raum fallen immr mehr Dorfläden als Orte der Bereitstellung von Gütern des täglichen Grundbedarfs weg. Kontaktsperren und Verbot von Märkten zeigt, wie ungleich der Zugang zu Mitteln zur Befriedigung der Grundbedürfnisse ist.

Deshalb fordern wir:
Flächendeckendes und schnelles Internet für Alle // Freies und kostenloses W-Lan in den Innenstädten // Unterstützung von Dorfläden und Jugendzentren // Bevorzugung von non-profit und gemeinwohlorientierten Initiativen gegenüber kommerziellen Anbietern bei der Auftragsvergabe.

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Gabenzaun in Löbtau instaliert http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/03/24/gabenzaun-in-loebtau-instaliert/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/03/24/gabenzaun-in-loebtau-instaliert/#comments Tue, 24 Mar 2020 19:11:31 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/03/24/gabenzaun-in-loebtau-instaliert/ Heute wurde ein sogenannter Gabenzaun auf der Reisewitzer Straße in Löbtau aufgebaut. Dieser soll prekäre Menschen (Wohnungslosen, Illegalisierten, Menschen mit wenig Geld, drogenabhängige) die Möglichkeit bieten, mit wenig Aufwand an Essen und Hygieneartikel zu kommen! Tragt den Standort weiter, befühlt ihn (!!!auf Hygiene achten!!!) oder nutzt ihn wenn ihr Bedarf habt. Auf Facebook hat sich mittlerweile eine Gruppe gegründet, die sich um die Gabenzäune kümmert und Anleitungen zur Hygiene gerechten Anwendung anbietet:

https://www.facebook.com/gabenzaundresden

Wir werden als Netzwerk weiterhin solidarische Aktionen durchführen, um die Menschen in prekären Situationen nicht allein zu lassen.

Solidarität darf nicht nur in Zeiten von Corona bestand haben, sondern muss auch darüber hinaus weiterbestehen!

Gabenzaun

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Solidaritätsnetzwerk zur Hilfe in der Corona-Zeit gegründet http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/03/23/solidaritaetsnetzwerk-zur-hilfe-in-der-corona-zeit-gegruendet/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/03/23/solidaritaetsnetzwerk-zur-hilfe-in-der-corona-zeit-gegruendet/#comments Mon, 23 Mar 2020 11:32:49 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2020/03/23/solidaritaetsnetzwerk-zur-hilfe-in-der-corona-zeit-gegruendet/ +++Bitte Teilen+++

Solidarische Nachbar*innennetzwerk in Dresden West gegründet. Solidarische Hilfe in der Corona-Zeit. – bitte verbreiten! Anbei findet ihr noch Flyer zum Selberaushängen.

Kontakt Adressen:
Telefon: 0174 3644493
Mail: Corona-hilfe-friedrichstadt@gmx.de
Facebook: https://www.facebook.com/pages/category/Politician/Kein-Viertel-f%C3%BCr-Ausgrenzung-L%C3%B6btau-758090764544612/
Telegram: https://t.me/corona_01159

Verschiedene Initiativen aus dem Dresdner Westen haben am vergangen Freitag bei einer Telefonkonferenz den Start einer Nachbarschaftshilfe für die Stadtteile Löbtau, Friedrichstadt und Gorbitz besprochen. Ab kommenden Montag sollen sich Personen unter einer Kontaktnummer melden können, wenn sie der Hilfe bei alltäglichen Sachen bedürfen. Darüber hinaus solle eine Plattform geschaffen werden, über die sich Nachbar*innen austauschen und soziale Themen diskutieren können. Am Sonntagabend wurden bereits mehrere hundert Plakate im Stadtgebiet verteilt.

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise ist das Wort „Solidarität“ nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Nachbarschaftsnetzwerke gründen sich, um praktische Hilfe zu organisieren. Auch im Dresdner Westen haben sich verschiedene Initiativen abgesprochen, um in den kommenden Wochen Wege der Vernetzung zu suchen und aktive Hilfe anzubieten. Darunter das lokale Bündnis „Kein Viertel für Ausgrenzung“, das Nachbarschaftscafé „PlatzDa!“ und das Bündnis „Mietenwahnsinn stoppen“.

Alex F. vom „Bündnis Kein Viertel für Ausgrenzung Dresden West“ zu den Plänen des Netzwerkes:
„Die erste Woche der Schockstarre ist überwunden. Jetzt heißt es aktiv werden. Das heißt besonders, nicht untätig zu bleiben, sondern unsere Nachbar*innenschaften zu stärken und den Wort Solidarität einen praktischen Inhalt zu geben. Wir wollen in den nächsten Wochen verschiedene Wege testen, mit unseren Nachbar*innen ins Gespräch zu kommen. Wir wollen Allen Hilfe anbieten, die sie benötigen und die Menschen entlasten, die gerade in der Pflege, in den Krankenhäusern und Supermarktkassen ihr Möglichstes tun, um noch Teile des sozialen Lebens aufrecht zu erhalten.“

Von den gesellschaftlichen Auswirkungen des neuartigen Virus SARS-Cov-2 sind besonders ältere Menschen, Wohnungslose, Illegalisierte und prekäre Menschen betroffen. Insbesondere in dem prekär geprägten Stadtteil Gorbitz gibt es eine besondere Häufung von sogenannten Risikogruppen. Das Nachbar*innen-Netzwerk will besonders diese Gebiete und Milieus Unterstützen.
Alex K. dazu:
„Solidarität heißt in diesen Zeiten auf die zu schauen, die schon in der vor-Corona-Zeit kaum eine Stimme hatten. Gesellschaftlich marginalisierte Gruppen wie Wohnungslose, Geflüchtete oder Menschen mit geringen Einkommen bedürfen jetzt einer besonderen Aufmerksamkeit und verstärktem Schutz. Hier heißt es, nicht nur auf der Nachbarschaftsebene stehen zu bleiben, sondern auch politische Lösungen zu fordern. Aussetzung von Zwangsräumungen, Sicherstellung der Lohnfortzahlungen und Entbindung von Mietzahlungen für finanziell unter Druck geratene Menschen sind nur die dringendsten Maßnahmen. Aber auch wir schauen gerade, wie wir eventuell kostenlose Angebote der Versorgung für Bedürftige gewährleisten können. Das Motto der Gruppe Kein Viertel für Ausgrenzung Dresden West, Solidarität statt Ausgrenzung ist also aktueller den je“

Nicht nur in Europa ist die Situation kritisch. Weltweit breitet sich der Virus mit verheerenden Folgen aus. Was passiert, sollte die Pandemie nicht eingedämmt werden, ist kaum vorstellbar. Italien bietet nur einen kleinen Einblick in das, was noch kommen könnte. Kritisch ist die Situation auch für die Menschen, die zur Zeit weltweit auf der Flucht sind. Besonders für die 28.000 Geflüchtete im griechischen Moria könnte das Lager zur tödlichen Falle werden. Das Nachbarschatsnetzwerk will auch hier nicht untätig bleiben.
Alex K. dazu.
„Solidarität darf nicht an den nationalen Grenzen enden. Wir müssen lokal aktiv werden, dürfen dabei die weltweite Perspektive jedoch nicht aus den Augen verlieren. Besonders die humanitäre Katastrophe auf der Insel Lesbos muss ein Ende haben.“

Bei weiteren Fragen bitte unter:
keinkiezfuerausgrenzungloebtau@systemli.org
melden.


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Kundgebung gegen die Wahlkampfveranstaltung der AfD in Gorbitz am 15. August 2019 http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/08/09/kundgebung-gegen-die-wahlkampfveranstaltung-der-afd-in-gorbitz-am-15-august-2019/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/08/09/kundgebung-gegen-die-wahlkampfveranstaltung-der-afd-in-gorbitz-am-15-august-2019/#comments Fri, 09 Aug 2019 18:49:34 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/08/09/kundgebung-gegen-die-wahlkampfveranstaltung-der-afd-in-gorbitz-am-15-august-2019/ flyer Kundgebung

Gemeinsam für solidarische Nachbarschaften – Gegen soziale Ausgrenzung, Rassismus und Sexismus!

Donnerstag 16:30 Beginn der Demonstration an Conertplatz
17:15 Kundgebung am Amalie-Dietrichplatz gegen die Wahlkampfveranstaltung der AfD

Facebookevent

Der Wahlkampf ist in vollem Gange. Die Wahlforen laufen, Plakate über Plakate pflastern die Laternenmasten und Parteien buhlen mit Wahlversprechen um Wähler und Wählerinnen. Auch die AfD erhöht ihre Aktivitäten im Vorfeld der sächsischen Landtagswahl. Am Donnerstag, den 15.08.2019, soll deshalb eine Wahlkampfveranstaltung am Amalie-Dietrich-Platz in Dresden Gorbitz stattfinden. Neben dem Vorsitzenden der sächsischen AfD, Jörg Urban, werden auch die Bundestagsabgeordneten Gottfried Curie und Sebastian Münzenmaier als Redner angekündigt. Eingeladen hat Andreas Harlaß, der Direktkandidat der AfD-Dresden-West, gemeinsam mit den Kandidaten Andre Wendt und Martina Jost. Es ist also davon auszugehen, dass es sich bei der Veranstaltung nicht nur um einen kleinen Wahlkampfstand handelt, sondern diese als größere Kundgebung geplant ist. Dieser Eindruck wird auch dadurch verstärkt, dass die Partei bereits mit Plakaten für den 15. August wirbt. Nach den bisherigen Angaben auf der Internetseite des AfD-Kreisverbandes Dresden ist die Veranstaltung in Gorbitz die einzige größere Kundgebung dieser Art neben dem Wahlkampfabschluss eine Woche vor dem Wahlabend auf dem Neumarkt mit Jörg Meuthen.
Wir wollen das rassistische und menschenverachtende Treiben der AfD nicht unwidersprochen hinnehmen und haben eine Demonstration und Kundgebung unter dem Motto „Gemeinsam für solidarische Nachbarschaften – gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung“ angemeldet. Gemeinsam mit Nachbarn und Nachbarinnen aus dem Dresdner Westen wollen wir eine Alternative zur „Alternative für Deutschland“ und zu deren alternativlosen Politik aufzeigen.

Gemeinsam! Solidarisch! Unteilbar!

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Absage der Kundgebung und Stellungnhame zu den Geschehnissen im Vorfeld http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/21/absage-der-kundgebung-und-stellungnhame-zu-den-geschenissen-im-vorfeld/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/21/absage-der-kundgebung-und-stellungnhame-zu-den-geschenissen-im-vorfeld/#comments Thu, 21 Feb 2019 13:48:29 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/21/absage-der-kundgebung-und-stellungnhame-zu-den-geschenissen-im-vorfeld/ Absage

Wir haben uns entschieden, die Kundgebung morgen gegen die Veranstaltung der AfD Abzusagen und haben dafür eine Stellungnahme zu den jüngsten Geschehnissen geschrieben:

Stellungnahme zur Situation um die Kundgebung und den Brand des Imbisswagen des Mephisto-Restaurant

Heute morgen erreichte uns die Nachricht, dass in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch der Imbisswagen des Mephistos Restaurants abgebrannt(1) ist. Verständlicherweise ist der Sachschaden für den Besitzer Dirk König höchst bedauerlich. Brandstiftung ist für uns kein Mittel der politischen Auseinandersetzung mit der AfD – wir setzen deren Parolen lieber eine positive Idee von Gesellschaft entgegen und bieten stumpfer Ausgrenzung mit Solidarität die Stirn. Wir möchten aber auch betonen, dass wir uns an keinerlei Spekulationen über die Geschehnisse beteiligen werden. Es hat sich gerade in letzter Zeit gezeigt, dass vorschnelle Schuldzuweisungen sich im Nachhinein als nicht haltbar erwiesen. Hier sei vor allem an die medialen Reaktionen bezüglich des Angriffs auf den Bremer Frank Magnitz verwiesen, die sich im Nachhinein als konstruiert darstellten.

Als Reaktion auf den abgebrannten Imbisswagen sagte der Wirt die Veranstaltung der AfD zum sozialen Wohnungsbau heute ab. Dies bestätigte auch die AfD-Dresden Fraktion selbst am Nachmittag und veröffentlichte eine Stellungnahme (2). In dieser werden auch wir als Initiative explizit genannt. Auf einzelne Punkte möchten wir kurz eingehen:

Auch wenn die AfD uns gerne in die „radikale“ Ecke stellen will, so sind wir doch als Initiative „Kein Viertel für Ausgrenzung“ eine zivilgesellschaftliche Gruppierung, die von BewohnerInnen des Stadtteil gegründet wurde. Ob unserer Aufruf zur Kundgebung eine Hetzschrift ist, darüber kann sich jede_r gerne selber ein Bild machen. Für uns ist es definitiv keine Hetze zu analysieren, dass die AfD eine unsoziale Partei ist, deren Politik zur Zeit auf neoliberalen Grundannahmen beruht. Abgesehen davon, argumentiert ein Großteils unseres Textes mit Aussagen, die zum Beispiel der Dresdner Bundestagsabgeordnete Jens Maier verlauten lassen hat.

Es passt aber in das Demokratie- und Debattenverständnis der AfD, alles und jede_n der sie kritisiert, diskreditieren zu wollen. Dass die Partei dabei kaum auf Argumente setzt, hat sich schon bei den Ereignissen rund um das Sommerfest des Mephisto gezeigt (3). Damals schrieb der Bundestagsabgeordnete Jens Maier einen Artikel (4) zu unserem offenen Brief, der sowohl von inhaltlichen Fehlern und falschen Behauptungen strotze, als auch davon ausging, dass wir zu einem Boykott des Festes aufgerufen hätten. Diese Behauptung wurde auch heute noch einmal erneuert. Auf unsere Richtigstellung und Einordnung der AfD hatte Maier dann leider keine Argumente mehr, so dass ihm nichts anderes übrig blieb, als eine Anzeige gegen unsere facebookseite zu stellen, die daraufhin gesperrt wurde. Für uns hat dieses Vorgehen ein weiteres Mal gezeigt, dass die AfD eine heuchlerische Partei ist: Sie fordert für sich selbst demokratische Rechte ein, steht diese unliebsamen AkteurInnen aber nicht zu und scheut darüber hinaus die offene Diskussion.

Wenn uns die AfD jetzt unsere Zusammenarbeit mit antifaschistischen Gruppen vorwirft, bleibt uns nur zu sagen: „Ja das machen wir“. Auch wenn wir nicht immer mit allem einverstanden sind, so sind es doch Antifa-Gruppen, die sich seit Jahrzehnten gegen Rassismus, Antisemitismus und autoritäre Strömungen engagieren. Es waren antifaschistische AkteurInnen, die gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Initiativen Europas größten Neonaziaufmarsch am 13.02.2010 verhinderten. Gerade in Dresden sind es antifaschistische Gruppierungen, die das Gedenken an das Grauen des Nationalsozialismus und die Todesopfer rechter Gewalt nach der Wende aufrecht erhalten. Eben diese sind es auch, die über ihre inhaltliche Auseinadersetzung mit rechten Strukturen dafür sorgen, dass FaschistInnen nicht im Geheimen agieren können und dass deren Tätigkeiten immer wieder öffentlich thematisiert werden. Gerade in einer Stadt wie Dresden finden wir, dass ihr Engagement viel zu wenig gewürdigt wird. Aus diesem Grund freuen wir uns auch, dass es mit der „Antifaschistischen Initiative Löbtau“ auch eine solche Akteurin in unserem Stadtteil gibt. Bisher haben wir sehr gute Erfahrungen in der gemeinsamen Arbeit gemacht, wie zum Beispiel bei den verschiedenen Stadtteilrundgängen zum 27. Januar und 9. November oder auch im Vorfeld der Organisation der Kundgebung für Donnerstag. Einen großen Dank an dieser Stelle.

Das in der Stellungnahme der AfD der Brand des Imbisswagens mit der Verfolgung von Juden und Jüdinnen im Nationalsozialismus verglichen wird, sollte nicht nur eine Randnotiz sein. Sie zeigt das Geschichtsverständniss der Partei, welches von Relativierung der nationalsozialistischen Gräueltaten geprägt ist. Wer bedauerlichen Sachschaden mit der systematischen Vernichtung von Millionen Menschen gleichsetzt, hat im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst. Wer solche Positionen vertritt, mit dem ist kein Diskurs auf Augenhöhe zu führen.

Auch wir haben uns dazu entschieden, unsere Kundgebung morgen abzusagen. Das heißt aber nicht, dass wir nicht weiterhin im Stadtteil aktiv sein werden. Auch weiterhin werden wir dort vor Ort sein, wo die AfD ihre meschenfeindlichen Positionen vortragen will. Darüber hinaus werden wir auch in Zukunft an einer Gesellschaft arbeiten, die auf den Grundwerten Solidarität, Mitmenschlichkeit und Gleichberechtigung aufbaut.

Darum sagen wir es laut und deutlich:

Wir Sind Unteilbar

(1) https://www.tag24.de/nachrichten/vor-afd-veranstaltung-brand-am-mephisto-980138
(2) https://www.facebook.com/afddresden/photos/a.255884325061005/321049805211123/?type=3&theater
(3) http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/08/29/offener-appell-an-die-nachbarinneschaft-sponsoren-und-unterstuetzerinnen-des-950-jahre-loebtau-sommerfest/
(4) https://www.facebook.com/alternativeimbundestag/photos/a.1765691533693938/2095986583997763/?type=3&theater

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http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/21/absage-der-kundgebung-und-stellungnhame-zu-den-geschenissen-im-vorfeld/feed/
Kundgebung gegen die Veranstaltung der AfD-Dresden im Mephisto am Donnerstag den 21.02.2019 http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/19/kundgebung-gegen-die-veranstaltung-der-afd-dresden-im-mephisto-am-donnerstag-den-21-02-2019/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/19/kundgebung-gegen-die-veranstaltung-der-afd-dresden-im-mephisto-am-donnerstag-den-21-02-2019/#comments Tue, 19 Feb 2019 11:52:08 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/19/kundgebung-gegen-die-veranstaltung-der-afd-dresden-im-mephisto-am-donnerstag-den-21-02-2019/ Kommunalpolitik braucht keine AfD - für eine solidarische Gesellschaft ohne Ausgrenzung" ]]> Flyer 21.02.2019

KUNDGEBUNG

21.02.2019 gegen die Veranstaltung der AfD-Dresden im Mephisto zum Thema:
„kommunaler Wohnungsbau braucht keine Woba“
Start 17:30, Poststraße 1, 01159 Dresden Löbtau

Bitte verbreitet den unten folgenden Aufruf über euere Kanäle!

Wir hoffen euch zahlreich zu sehen!

Kontakt:
keinkiezfuerausgrenzungloebtau@systemli.org
FB: Kein Viertel für Ausgrenzung
http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/

Aufruf Kein viertel für Ausgrenzung

Am Donnerstag, den 21.02.2019 möchte der AfD-Kreisverband Dresden eine Veranstaltung in der Löbtauer Kneipe „Mephisto“ abhalten. Dies ist nicht die erste Veranstaltung dieser Art in der Kneipe. Nachdem sich die AfD Dresden mit einen Infostand und rund 2000 Euro an dem vermeintlichen „950 Jahre Löbtau“ – Sommerfest der Kneipe beteiligte, konnte sie – getreu dem Motto: eine Hand wäscht die andere – kurz darauf eine Veranstaltung mit einem der Vordenker der „extremen Rechten“ Felix Menzel abhalten *1. Die Kampagne „Kein Viertel für Ausgrenzung“ *2 klärte damals die SponsorInnen über die Beteiligung der AfD auf, machte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Infolge eines offenes Briefes*3 der BewohnerInnen des Stadtteils zogen einige SponsorInnen ihre Unterstützung zurück.
Dass nun erneut eine AfD Veranstaltung im Mephisto stattfindet, ist also keine große Überraschung. Schon im Zuge der Kampagne wurde gewarnt, das sich mit der Kneipe eine neue Location für Veranstaltungen der AfD etablieren könne.

Thematisch steht der Vortrag unter dem Motto:“ Kommunaler Wohnungsbau braucht keine neue Woba“. Referieren soll dazu der Vorsitzende des „Haus&Grund Dresden e.V.“ Christian Rietschel. Bereits im November 2018 wurde Rietschel als Sachverständiger für die AfD in den Dresdner Stadtrat eingeladen *4. Anlass war die aktuelle Stunde der Partei „Die Linke“ zum Thema „Damit Wohnen bezahlbar bleibt: Sozialen Wohnungsbau fortsetzen.“ Die Fraktion der AfD und Rietschel als Sachverständiger für diese, sprachen sich als Einzige gegen die Gründung der neuen Städtischen Wohnungsgenossenschaft „Wohnen in Dresden“ aus. Dies ist nicht besonders verwunderlich, da der „Haus & Grund Dresden e.V.“ der Interessenverband der Haus-, Wohnungs- und GrundeigentümerInnen ist. Als Vorsitzender des Lobbyverbandes ist Rietschel natürlich daran interessiert, die Rendite für Hauseigentümer möglichst hoch zu halten. Eine städtische Wohnungsgenossenschaft wäre da nur ungelegene Konkurrenz. Seine Aternative dazu: eine Erhöhung des Wohngeldes, die letztendlich in die Kassen seiner InteressenvertreterInnen fließen würden. Dies würde nicht mal im Ansatz die Probleme mit steigenden Mieten und Wohnungsknappheit lösen.

Die AfD zeigt damit einmal mehr, wofür sie steht. Zwar gibt die Partei sich gerne als Fürsprecher der „kleinen Leute“, die reale Politik die sie betreibt, hat damit aber nichts zu tun. Hier ist klar sichtbar, dass die AfD neoliberale Wirtschaftspolitik betreibt. Der soziale Schein ist nur Fassade. Wenn es nach der AfD gehen würde, wären schon lange grundlegendste, soziale Sicherungssysteme abgeschafft. Kulturelle, karitative und sozialarbeiterische Projekte eingestampft und ein Arbeitszwang eingeführt. Nur in Verbindung mit einer angeblichen Ausnutzung der staatlicher Gelder durch Immigranten, kommt der AfD mal das Wort „Sozialstaat“ über die Lippen. Geschwiegen haben sie bisher zum Um- bzw. Abbau des Sozialstaates. Das immer weitere Auseinanderdriften von Arm und Reich nimmt die Partei nicht mal wahr. Würde es nach ihr gehen, würde eine Umverteilung weiterhin nur von unten nach oben geschehen und nicht andersherum.

Auch in wohnungspolitischen Fragen hat die AfD nicht mehr als stumpfen Rassismus zu bieten. So wusste der Dresdner Bundestagsabgeordnete Jens Maier bei einer Debatte zum Thema „Mietpreisbremse“ nichts weiter zu sagen, als den Linken „Mietpreis-Sozialismus“ vorzuwerfen. Auf die Frage nach konkreten Lösungen, musste mal wieder die Immigrationspolitik herhalten. Geflüchtete sollten doch bitte abgeschoben werden, dann würde sich das Mietproblem schon lösen. Dass nicht Geflüchtete das Problem an hohen Mieten und Verdrängung sind, sondern die Spekulation mit Immobilien, Aufwertung von Städten und Neubauten im fast ausschließlich im höherklassigen Preissegment, kam Maier zu keinen Zeitpunkt in den Sinn. Wie sollte es auch, sind doch die großen Baufirmen wie „Hentschke Bau“*5 gute Sponsoren und nicht die alleinerziehende Mutter mit Harz 4.

Wir haben eine andere Vision der Stadt. Wir wollen eine Stadt, in der jede und jeder leben und sich verwirklichen kann. Stadtteile, die durch ihre soziale Mischung lebendig sind und keine abgeschotteten Gebiete für Besserverdiener. Keine an die Stadtränder gedrängten Geringverdiener. Stadtteile, in denen Jung und Alt, Familien und Kinderlose, StudentInnen und ArbeiterInnen, Geflüchtete und Deutsche, WohngeldempfängerInnen und VollverdienerInnen zusammen leben und sich solidarisch unterstützen. Gemeinsam eine Stadtteil aufbauen können und Treffpunkte haben, an denen sie ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ängste teilen können und kein Problem haben, die Miete zu bezahlen.

Aus diesem Grund werden wir der Veranstaltung im Mephisto eine Absage erteilen und mit einer Kundgebung davor unseren Unmut über die Heuchelei der AfD zum Ausdruck bringen!

Kein Viertel für Ausgrenzung

*1https://twitter.com/naziwatchdd/statu/1028948027975843841

*2 https://www.facebook.com/pages/category/Politician/Kein-Viertel-f%C3%BCr-Ausgrenzung-L%C3%B6btau-758090764544612/

*3 http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/offener-appell-an-die-nachbarinneschaft-sponsoren-und-unterstuetzerinnen-des-950-jahre-loebtau-sommerfest/

*4 https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/die-gier-der-oeffentlichen-hand-scheint-immer-groesser-zu-werden-aktuelles-aus-dem-dresdner-stadtrat-a2724605.html

*5 http://www.lvz.de/Region/Mitteldeutschland/Diese-saechsischen-Unternehmen-waren-2017-Grossspender-der-AfD

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http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2019/02/19/kundgebung-gegen-die-veranstaltung-der-afd-dresden-im-mephisto-am-donnerstag-den-21-02-2019/feed/
Vielfältiges Gedenken an die opfer der Reichspogromnacht in Löbtau http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/12/vielfaeltiges-gedenken-an-die-opfer-der-reichspogromnacht-in-loebtau/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/12/vielfaeltiges-gedenken-an-die-opfer-der-reichspogromnacht-in-loebtau/#comments Mon, 12 Nov 2018 12:43:18 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/12/vielfaeltiges-gedenken-an-die-opfer-der-reichspogromnacht-in-loebtau/ Am Freitag, den 9. November, gab es mehrere Veranstaltungen in #Dresden #Löbtau in Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht.
Bereits am Vorabend hatte das Künstlerkollektiv „Radical Performance Collective“ vor dem Thor Steinar Laden auf der Kesselsdorferstraße einen Berg aus Glasscherben vor den Laden gelegt und diesen mit Kerzen drapiert . „Laut Presse wollten die Akteure den Mitarbeitern und Kunden vor Augen halten, dass sich schuldig macht, wer 80 Jahre nach der Reichspogromnacht rechtsextremen Gedankengut ahängt und verbreitet.“
http://www.dnn.de/…/Scherben-vor-Thor-Steinar-Laden-Kuenstl…
Das Outlet auf der Kesselsdorferstr. 21 verkauft ausschließlich Kleidung der neonazistischen Marke Thor Steinar. Bereits am 27.01.2018 hatte das Kollektiv den Laden zu einer temporären Gedenkstätte umfunktioniert und dabei an die Opfer des Konzentrationslagers Auschwitz gedacht. Im damaligen Artikel der DNN wurde auch auf die Verstrickungen des Ladens mit der Freien Kameradschaft Dresden hingewiesen.
https://m.sz-online.de/…/gruppe-plakatiert-loebtauer-laden-…

Am späten Nachmittag des diesjährigen 9. Novembers veranstalteten wir zusammen mit der „Antifaschistischen Initiative Löbtau“ einen Stadtrundgang. Los ging es mit fast 40 Menschen um 17:30 an der Brache Poststraße/ Ecke Kesselsdorfer Straße eben jene Brache, auf der das Mephisto zusammen mit der AfD sein „950 Jahre Löbtau“ Fest veranstaltet hatte. Dort wurde ein Gedenkschild für den 1938 nach Buchenwald deportierten Juden Kurt Steinhart aufgestellt. Er war, zusammen mit seinem Bruder Werner, Besitzer des Kaufhauses auf der Kesselsdorferstraße 17, welches die Familie Steinhart 1938 zwangsverkaufen musste. Nachdem Kurt Steinhart 1939 das KZ mit Auflagen verlassen durfte, flüchtete er nach Frankreich, wo er sich der Résistance anschloss, bevor er 1942 verhaftet wurde. Im Juni des gleichen Jahre wurde er in Auschwitz ermordet.
Mehr zur Biografie der Familie Steinhart könnt hier nachlesen
https://stsg.de/cms/biographie/kurt-steinhart
oder anschauen
https://www.youtube.com/watch?v=2Zhk5GVpqz0

Gemeinsam ging es weiter zur Chausseehausstraße 8, wo an den Kriegsdienstverweigerer und Zeugen Jehovas Heinz Max Wenke erinnert wurde. Wenke fand am 11.10.1943 durch das Fallbeil im Zuchthaus „Roter Ochse“ in Halle den Tod.
An der Bodelschwinghstraße liegen die Stolpersteine von Ruth Kirschbaum und ihrer Mutter Bertha. Beide wurden im Rahmen des Euthanasieprogrammes der Nazis in der Tötungsanstalt Großschweidnitz ermordet.
Unsere letzte Station war die Stollestraße 41. Dort lebte Athur Weineck. Er war organisierterer Kommunist und wurde im März 1933 erstmals verhaftet. Nach seiner Entlassung organisierte er zusammen mit Kurt Schlosser den Widerstand gegen das NS-Regime. Mit diesem wurde er 1943 verhaftet und knapp ein Jahr später mit dem Fallbeil in Dresden hingerichtet. An diesem Stolperstein hatte bereits die SPD Dresden-West Kerzen und Blumen niedergelegt.
Auch in der Dresdner Neustadt gab es einen Rundgang mit 60 Teilnehmer*innen.

Es freut uns, dass so viele Menschen die Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit aufrecht halten. Gerade in Zeiten, in denen die AfD eine „geschichtspoltische Wende um 180 Grad“ fordert, ist es umso wichtiger, die Taten der Nazis nicht zu vergessen. Ihre Opfer sollten uns täglich mahnen, weiterhin aktiv zu bleiben – auch hier in Löbtau!

Vielen Dank an die „Antifaschistische Initiative Löbtau“ für die gute Zusammenarbeit.
Vielen Dank an Willkommen in Löbtau e.V., das ihr zum 950 Jahre Sommerfest den Link über Kurt steinhart geteilt habt.

gez. KeinViertelFürAusgrenzung

Gedenken 1
Gedenken 2

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Jeder Mensch braucht ein Zuhause http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/jeder-mensch-braucht-ein-zuhause/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/jeder-mensch-braucht-ein-zuhause/#comments Tue, 06 Nov 2018 10:09:12 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/jeder-mensch-braucht-ein-zuhause/ Jede*r braucht ein Zuhause
Aktionswochenende vom 9. bis 11. November 2018 am Schillingplatz/ Löbtau

Spannende Veranstaltung der „St. Antonius Gemeinde #Dresden #Löbtau“ in Zusammenarbeit mit dem Rosenwerk, dem PlatzDa! und weiteren Akteur*innen zum Thema Wohnungsnot.
Steigende Mieten, mangelnder sozialer Wohnungsbau und Luxussanierungen sind grundlegende Probleme in unserer Gesellschaft. Ob München, Berlin oder Dresden – der gänzlich auf Profit orientierte Wohnungsmarkt produziert mehr Verlierer*innen als Gewinner*innen. Immer häufiger werden in Dresden Menschen aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen, weil sie sich die Mieten nicht mehr leisten können oder weil im Viertel schlichtweg kein Platz mehr für sie ist. Auch Löbtau hat in den letzten Jahren einen erheblichen strukturellen Wandel erlebt, bei dem viele auf der Strecke blieben.
Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang ist, dass die AfD versucht, das Thema Mieten und Wohnraum für sich zu nutzen. Dabei geht es der Partei nicht um die Schaffung einer sozialen Wohnungspolitik, sondern um das Ausspielen von Geflüchteten gegenüber Deutschen. Immer wieder wird dabei das Narrativ stark gemacht, dass Geflüchtete den Deutschen die Wohnungen wegnehmen würden. “Die Gäste von Frau Merkel müssen dieses Land wieder verlassen” war dementsprechend die einzige Antwort, die MdB Jens Maier während einer Bundestagsdebatte auf die Wohnungsnotdebatte hatte. Dies ist für uns kein Lösungsansatz, sondern blanker Rassismus.
Themen wie Wohnungsnot, steigende Mieten und mangelnden sozialen Wohnungsbau müssen wir jetzt angehen und die Politik in die Verantwortung nehmen, eine gerechte Wohnungspolitik für alle zu entwerfen. Nur so können wir der AfD eine soziale Alternative entgegenstellen. Dabei dürfen wir nicht nur an die Politik appellieren, sondern müssen auf lokaler Ebene solidarische Communitys entwickeln, die sich gegenseitig helfen und eine anderes Miteinander ermöglichen.
Ein solidarisches Miteinander ist die stärkste Waffe gegen Ausgrenzung und Hetze.
Wir denken, dass die Veranstaltung der „St. Antonius Gemeinde“ einen wichtigen Beitrag dazu leistet und hoffen, dass sie auf vielfältiges Interesse stößt. Wir werden jedenfalls vorbeischauen.

Kein Viertel für Ausgrenzung

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Rechtsrocktnicht in Ostritz http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/rechtsrocktnicht-in-ostritz/ http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/rechtsrocktnicht-in-ostritz/#comments Tue, 06 Nov 2018 10:03:26 +0000 Administrator Neues http://keinviertelfuerausgrenzung.blogsport.de/2018/11/06/rechtsrocktnicht-in-ostritz/ Weil es wichtig ist, sich nicht nur Lokal Neonazis in den Weg zu stellen, teilen wir die Veranstaltung von der Initiative „Rechts rockt nicht“

Am Samstag den 03.11.2018 findet in Ostritz zum zweiten mal das sogenannte „Schild und Schwert“ Festival statt. Bereits im Juni diesen Jahres waren tausend Neonazis aus ganz Europa nach Ostritz gepilgert, um dort ihrer Menschenverachtung musikalisch Ausdruck zu verleihen.
Dabei sind die Rechtsrockkonzerte nicht nur musikalische Bespaßung, sondern dienen auch zur Internationalen Vernetzung und fühlen die Kassen der militanten Szene. Vor allem das Verbotene „Blood and Honour“ Netzwerk profitiert maßgeblich von den Neonazistischen Großevents. Aus deren Reihen stammt auch der Organisator des „Festival“ Thorsten Heiße, der erst vor kurzen als einer der führenden Köpfe von „B&H“ bzw. dessen bewaffneter Arm „Combat 18″ identifiziert wurde. Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Internetseite von
https://exif-recherche.org/?p=4399

Auch wenn es so aussieht, als würde sich Ostritz weiterhin als attraktive Lokalität für die Bundesweite Neonazisszene entwickeln, ist es wichtig dies zumindest mit Protest zu begleiten. Gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass sich am Sonntag den 04.11 auch die (Selbst)enttarnung des NSU zum 7. mal jährt. Eben jener Terrororganisation, die maßgeblich von den Strukturen die am Wochenende in Ostritz feiern unterstützt wurde.

Wir würden uns freuen, wenn viele Menschen aus #Löbtau den Weg am Samstag nach Ostritz finden und sich den Neonazistischen Umtrieben in Ostsachsen entgegenstellen!

Aus Dresden organisiert die URA Dresden eine gemeinsame Anreise mit dem Auto: Samstag, 03. November um 10 Uhr an der Petrikirche. Kommt zahlreich, bringt eure Freund*innen und Autos mit!

Weitere Informationen findet ihr auf der Seite von der Initiative „Rechts rockt nicht“

Nachbarschaftliche Grüße
Kein Viertel für Ausgrenzung

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